Kostenfreie Musik im Internet

Kostenfreie Musik im Internet

Während der Upload urheberrechtlicher Musik ins Internet ohne Genehmigung generell illegal ist, gilt dies nicht in gleichem Maße für den Download. Doch die Gesetzgebung ist kompliziert, daher sollte, wer auf der sicheren Seite stehen möchte, keine Experimente wagen. Zumal es auch auf legalem Weg und ohne Jurastudium möglich ist, kostenfreie Musik im Internet zu finden.

Fan- und Labelseiten

Gerade Musikbands, die noch als Newcomer gelten, stellen häufig auf ihren Internetseiten Demomaterial zur Verfügung, in der Hoffnung, neue Fans zu gewinnen oder Plattenlabel auf sich aufmerksam zu machen. Doch auch bekannte Bands informieren ihre Fans über das Internet über neue Stücke und bieten die Möglichkeit zu kostenlosen Hörproben. So hat zum Beispiel die Band Simple Plan 2011 ihr komplettes Album auf der eigenen Webseite eingestellt, wo die einzelnen Stücke ungekürzt zu hören sind. Auch kleinere Plattenlabels stellen sich teilweise über ihre Interpreten vor, große Labels wie Sony hingegen bieten nur kostenpflichtige Downloads an; im Internet werden jedoch immer wieder Gutscheinaktionen durchgeführt, sodass man auch hierüber zuweilen in den Genuss kostenfreier Musik kommen kann. Wer sich für neue Talente interessiert, kann sich alle acht Wochen über www3.mercedes-benz.com ein neues Mixed Tape herunterladen, auf dem bedeutende Newcomer vorgestellt werden. Eine gute Übersicht, wo man legal Musik downloaden kann, findet sich auch auf legalmusikrunterladen.de.

Videokanäle und Radiosender

Zu den unerschöpflichen Fundquellen für kostenlose Musik im Internet gehören natürlich Videokanäle wie YouTube und alle über das Web empfangbaren Radiosender. Bei YouTube bestehen Einschränkungen für bestimmte Anbieter, mit denen kein Vertrag abgeschlossen wurde. Doch die Auswahl – auch an Konzertmitschnitten – ist groß genug. Wer das Radio bevorzugt, findet eine Liste von mehr als 3000 Radiosendern weltweit zum Beispiel auf den Seiten von surfmusik.de, deren Betreiber zusätzlich die kostenlose Webradio-Software “Radiograbber” anbieten, mit der sich laut Aussage von Surfmusik legale Mitschnitte vornehmen lassen. Ein interessantes Experiment stellt auch das Angebot von musicovery.com dar: Dort fährt der Hörer über eine Stimmungs-Skala, der Musikstücke zugeordnet sind, und kann sich auf diese Weise Musik anhören, die seiner emotionalen Verfassung entspricht.

Programme und Downloadseiten

Wer regelmäßig über Neuigkeiten aus dem MP3-Bereich informiert sein will und für Tipps über kostenlose Musik-Downloads dankbar ist, sollte sich zudem mit der Webseite “tonspion.de” vertraut machen. Dort existiert ein eigenes MP3-Blog, zudem werden ständig legale Downloads gelistet, die von den Urhebern selbst zugänglich gemacht wurden, sodass keinerlei Risiko beim Downloaden existiert. Eine andere Möglichkeit, Material, das von den Urhebern zur Verfügung gestellt wurde, legal abzuspeichern, besteht in der Nutzung solcher Programme wie dem Free You Tube MP3 Converter der Firma DVDVideoSoft.com. Mithilfe des Converters lassen sich Videos von YouTube in MP3-Dateien umwandeln, die dann auf dem eigenen PC abgespeichert und beliebig oft gehört werden können. Der Converter wird als kostenloser Download für Windows-PCs angeboten (XP, Vista, 7). Nur begrenzt zu empfehlen ist die Vorgehensweise vieler Internetnutzer, sich bei kostenpflichtigen Downloadseiten wie Napster, die eine kostenlose Probephase anbieten, anzumelden und diese dann kurz vor Ablauf der Testphase wieder zu kündigen. Zwar kommt man auf diese Weise ebenfalls in den Genuss kostenfreier Downloads, doch handelt es sich zum einen um eine zweifelhafte Geschäftspraktik; zum anderen besteht die Gefahr, dass man die Kündigung nicht rechtzeitig erteilt und dann auf teuren Abos sitzen bleibt.